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Begriffe rund um die Windmühle

Äolus Bei den alten Griechen war Äolus der Gott des Windes.
Ausmahlmaschine Die Ausmahlmaschine dient zum vollständigen Zermahlen von vorgebrochenen Getreide.
Ausstreifen Die Beförderung des Mahlgutes vom Steinauge über die Mahlbahn durch die Furchen in den Mahlsteinen bis zum Rand des Bodensteines.
Bremse oder Presse Wichtig für die Windmühle ist neben dem Flügelrad die Bremse. Sie sorgt dafür, daß die Windmühle nicht unbeaufsichtigt während Mahlpausen läuft. Auf der Außenseite des Kammrades befindet sich die Bremsfläche, die von einem Band aus Eisen oder Holzsegmenten umschlossen wird. Mittels eines Hebels wird die Bremse gelöst oder geschlossen.
Bütte Die runde Abdeckung der Mühlsteine des Schrot- oder Mahlganges nennt man Bütte oder Wanne.
Fugbalken Die sich auf dem Sattel drehenden Balken dienen als Trägerbalken des unteren Fußbodens.
Glück zu Der Standesgruß der Müller und der Mühlenbauer.
Graupengang Der Graupengang ist ein einzelner Stein, der von einem Lochblech umgeben ist. In diesem wird die Gerste nicht zermahlen sondern zu Graupen gerollt.
Halslager Als Halslager bezeichnet man das vordere Lager der Flügelwelle zwischen dem Wellkopf und dem Kammrad.
Hausbaum Der wichtigste vertikale Trägerbalken der senkrecht in den vier Kreuzstreben und auf den Kreuzschwellen sitzt und diese Konstruktion durch sein Gewicht verkeilt. Das obere Ende des Hausbaumes ist zu einem Zapfen gearbeitet, der in die runde Führung des Mehlbaumes paßt. Dadurch kann sich der Mehlbaum und mit ihm die ganze Mühle drehen.
Kammrad Das vom Wellkopf aus gesehen vordere Rad auf der Flügelwelle. In das Kammrad sind ca. 80 axiale Kämme (Zähne) aus Buchenholz eingelassen, über die die Kraft von der Flügelwelle abgenommen wird. Außerdem dient die Außenseite des Kammrades als Bremsfläche. Es hat einen Durchmesser von 2 bis 4 Meter.
Katzenstein Der Katzenstein ist ein ölhaltiger Schieferstein, der als Halslager der Flügelwelle dient.
Kreuzschwelle Die aus zwei schweren Eichenbalken zusammengefügten Kreuzschwellen auf vier Sockelsteinen bilden das Grundgerüst der Bockwindmühle.
Kreuzstrebe Die schrägen Stützen des Mühlbockes, die den senkrechten Hausbaum abstützen.
Läuferstein Der Läuferstein ist der obere der beiden Mahlsteine. Er ist der sich mit ungefähr 100 bis 120 Umdrehungen pro Minute drehende Stein im Schrot- oder Mahlgang. Durch die Drehung des Läufersteines auf dem Bodenstein wird das Getreide dazwischen zermahlen.
Mahlgang Der Mahlgang besteht aus dem unten liegenden feststehenden Bodenstein und dem sich darauf drehenden Läuferstein. Er dient zum Schroten oder Mahlen des Getreides.
Mehlbalken oder Hauptbalken Der Mehlbalken ist der Hauptbalken der Bockwindmühle. Er trägt den Mühlenkasten und bildet mit dem oberen Ende des Hausbaumes die obere Drehebene.
Mehlboden Das untere Geschoß der Bockwindmühle wird als Mehlboden bezeichnet.
Mehltypen Die Typangaben von Mehl geben den Mineralstoff- oder Aschegehalt des Mehls an. So hinterläßt Weizenmehl vom Typ 405 nach dem verbrennen von 100 Gramm Mehl etwa 405 Milligramm Asche, die Überreste der Mineralstoffe.
Molinologie Die wissenschaftliche Bezeichnung für die Mühlenkunde besonders der Wasser- und Windmühlen.
Mühlenwelle Die Flügelwelle der Windmühle wird auch als Mühlenwelle bezeichnet. Die günsigste Drehzahl der Welle beträgt 15 Umdrehungen pro Minute. Bei einer Übersetzung vom Kammrad zu Stockgetriebe und Läuferstein von 1:9.
Rute Als Rute bezeichnet man die Flügel der Windmühle. Früher wurden ein Flügelpaar aus einem Stück hergestellt. Heute ist es meist dreigeteilt, aus einem Bruststück und zwei Spitzen, den eigentlichen Flügeln. Dabei ist die dem Haus nähere Rute die Hausrute und die vordere die Feldrute.
Sackaufzug Von der Flügelwelle angetriebener Aufzug zum Hochziehen der Getreidesäcke in das obere Mühlengeschoss und zum Ablassen der Mehlsäcke aus dem unteren Mühlengeschoss.
Sandstein Oft wurde Sandstein zu Mühlsteinen verarbeitet. Auf Grund des hohen Abriebes war er allerdings nicht zur Mehlherstellung geeignet.
Sattel Die vier waagerechten Hölzer an den oberen Enden der Kreuzstreben, die die untere Drehebene der Bockwindmühle bilden.
Schrot Grob gemahlenes Getreide aus dem Schrotbrot oder Viehfutter hergestellt wird.
Sichter Die Sichtermaschine hat die Aufgabe, das Mahlgut nach der Feinheit zu sortieren. Das feinste Mahlgut ist das Mehl oder der Dunst. Die verbleibenden gröberen Teile (Grieß, Schrot und Kleie) werden nochmals gemahlen.
Spitzgang Der Spitzgang dient zum Abschälen der holzhaltigen Fasern und des ölhaltigen Keimes vom Brotgetreide und war der Vorläufer der Schälmaschine.
Steinboden Der Fußboden des oberen Stockwerkes der Windmühle.
Steingang Als Steingang werden die verschiedenen Mahlgänge (Graupengang, Schrotgang und Mahlgang) bezeichnet.
Steinbicke Die Steinbicke ist ein flach zulaufender scharfer handgeschmiedeter Hammer zum Einbringen der Furchen in die Mahlsteine.
Steinsockel Die Bockwindmühle steht auf vier Fundamenten, die in die Erde eingelassen sind, und auf denen sich je ein Naturstein als Auflage für die Kreuzschwellen befindet.
Sterz Der Sterz ist der lange gekrümmte Balken, mit dem die Bockwindmühle in den Wind gedreht wird. Gleichzeitig dient er als Gegengewicht zu den schweren Flügeln.
Wellkopf Der Wellkopf ist der vordere aus dem Mühlenhaus ragende Teil der Flügelwelle, an dem die Flügel befestigt sind.




letzte Änderung: Wednesday, 26.06.2013, 21:26 Uhr

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